Bürgerbeteiligung zur Westumgehung Würzburg (B 26n)
Montag, 11.07.2011 09:30 bis 18.00 Uhr,
Karlstadt, Altes Rathaus (Marktplatz)
mit
(anschließender) Demonstration
Montag, 11.07.2011 18.00 Uhr,
Karlstadt, Altes Rathaus (Marktplatz)
1. Bürgerbeteiligung
Offensichtlich haben die Masse, als auch die Qualität der Einwendungen (alleine durch die Bürgerinitiative in Karlstadt wurden 471 Einzeleinwendungen übergeben) die Regierung von Unterfranken beeindruckt bzw. verunsichert.
Jedenfalls hat die Regierung verkündet, wegen des großen öffentlichen Interesses, vor allem wegen der vielen eingegangenen Stellungnahmen von Kommunen, Verbänden und Bürgern über den Stand des Raumordnungsverfahrens informieren und die wesentlichen Auswirkungen der geplanten B 26n offen diskutieren zu wollen.
Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken
geplanter Ablauf der Regierung
Ablauf_des_Bürgergesprächs_B_26_n_we
Dabei geht es den Planern und der Raumordnungsbehörde nach eigenem Bekunden vor allem um eine überörtliche Betrachtungsweise und darum, die öffentlichen Belange für und gegen das Projekt zu ermitteln und abzuwägen. Persönliche Betroffenheiten sollen in diesem Planungsstadium noch nicht berücksichtigt werden.
Diese Formulierung dokumentiert, dass die Planer und die Raumordnungsbehörde noch nicht erkannt haben, dass gerade persönliche Betroffenheit der einzelnen Bürger von Werneck über Karlstadt bis Mädelhofen, deren Grundstücke im Wirkungsbereich der geplanten Trasse liegen, zu einer Raum Unverträglichkeit der Planungen führt.
Die Lebensqualität der Menschen in Karlstadt und in vielen anderen Orten wird durch die B 26n durch Lärm und Abgase extrem gemindert. Aus dieser riesigen Zahl von persönlich Betroffenen ergibt sich eine große regionale Beeinträchtigung, die sich in der „überörtlichen Betrachtungs-weise“ widerspiegeln muss. Die Lebensqualität der Menschen muss der wichtigste öffentliche Belang sein!
Gerne sind wir bereit, den Planern und der Raumordnungsbehörde die Tatsachen zu erklären, vor denen die Autobahnbefürworter die Augen verschließen. Denn aus den Planungsunterlagen wird ersichtlich, dass gerade für den Raum Karlstadt gravierende Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Karlstadt, Laudenbach und Heßlar werden durch die Straßenbauten unter Straßenlärm leiden, teilweise werden sogar die Vorsorgewerte der DIN 18005 überschritten. Die Natur- und Naher-holungsgebiete von Karlstadt , südlich (Kalvarienberg), östlich (Saupurzel) nördlich (Rehnütz-berg), die auch nach den Erläuterungen des Straßenbauamtes „von sehr hoher Bedeutung“ sind, werden zerschnitten und verlärmt. Hierdurch würde Karlstadt seine Stellung als Ort mit hoher Wohnqualität verlieren.
Auch die verkehrliche negative Beeinträchtigung der Region durch die Zunahme des Verkehrs ist nicht zu unterschätzen. Diese Be- statt Entlastung der Region durch die B 26n sei zwangsläufig, da ja ca. 30.000 Fahrzeuge zusätzlich in die Region geführt würden. So nimmt durch die geplanten Auffahrten der Pkw-Verkehr in der Arnsteiner Straße, in Laudenbach und in Mühlbach zu. Auch die Eußenheimer Straße und sogar Rohrbach würden durch eine Zunahme des Verkehrs belastet.
Jeder einzelne Bürger sollte die Gelegenheit nutzen, die Betroffenheit seines Wohnumfelds darzustellen, um so zu zeigen, dass die Zerstörung der Heimat nicht hingenommen wird und zu einer Ablehnung der Planungen der B 26n im Raumordnungsverfahren führen muss.
2. Demonstration
Um zu unterstreichen, die wir die Zerstörung unserer Heimat nicht hinnehmen und für alle, die sich nicht tagsüber mit den Fachleuten auseinander setzen wollen/können, findet direkt im Anschluss an den Erörterungstermin am 11.07.2011 ab 18:00 Uhr am Alten Rathaus eine Demonstration der Bürgerinitiative statt.
Die Bürgerinitiative lädt alle Karlstadter ein, wie bereits mit dem Bürgerentscheid vor einem Jahr, ein machtvolles und eindeutiges Signal an die Politik zu senden, dass die Planungen zur
B 26n sofort gestoppt werden müssen!
Flugblatt zu Bürgergespräch/Demonstration am 11.07.2011