Mitteilungen
Heßlar und Schönarts gegen die B 26 n
01.04.11 08:29
Gut besucht war die Infoveranstaltung der Bürgerinitiative B 26 n in Heßlar. Auch Einwohner von Schönarts nahmen die Gelegenheit wahr, sich von den örtlichen Vertretern der Bürgerinitiative über den aktuellen Planungstand und die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung zu informieren.
Armin Beck, der Karlstadter Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Westumgehung Würzburg, bezeichnete die Raumordnungsunterlagen als den Offenbarungseid eines Verkehrsprojektes, dass schon nur unter Missachtung jeglicher fachlicher Grundlage in den Bundesverkehrswegeplan gemogelt wurde.
Nunmehr liegen der Planung offenkundig falschen Verkehrsprognosen zugrunde. Denn, obwohl die LKW- Maut auf vierstreifigen Bundesstraßen beschlossene Sache sei, ist die Verkehrsprognosen weiterhin ohne Maut berechnet wurden.
Kritisiert wurden auch die jüngsten Äußerungen des CSU-Kreisvorsitzenden Thorsten Schwab. Dieser hatte verlauten lassen, die B 26n sei lebensnotwendig für Main-Spessart. “Wer angesichts einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten in ganz Deutschland davon spreche, die B 26n sei lebensnotwendig, der hat schlicht keine Ahnung, wovon er spricht. Es ist ein Armutszeugnis für eine große Partei wie die CSU, wenn sie von Leuten wie Schwab geführt werde, die Fakten einfach ignorieren“, so Armin Beck.
Katharina Vautrin-Hofmann, von Beruf Diplomingenieurin für Architektur, wertet für die Bürgerinitiative die Raumordnungsunterlagen aus. Am Trassenverlauf bei Heßlar und Schönarts, und auch Laudenbach zeige sich exemplarisch, was den Straßenplanern völlig fehle. Nämlich die Rücksichtnahme auf die Menschen, an deren Wohnhäuser bis auf wenige hundert Meter eine Autobahn herangeführt werde, betonte Vautrin-Hofmann.
Auch beinhalten die Raumordnungsunterlagen eine Vielzahl an beschönigenden Fehlern. So wird behauptete, dass Sport- und Erholungsanlagen durch die Autobahn nicht beeinträchtigt werden, weil Mindestabstände von 1.600 Meter eingehalten werden. Dies ist für Heßlar falsch. Der Sportplatz ist lediglich ca. 850 Meter und die Reitanlage ca. 1.100 Meter von der Trasse entfernt. Angesichts der Tatsache, dass die gesamte Wohnbebauung von Heßlar bis zu 350 an die Trasse heranreicht, dürfte dies jedoch für Heßlar, dass geringste Problem sein.
Armin Mees, der Beirat der Bürgerinitiative aus Heßlar fasste die anschließende Diskussion zusammen. Je konkreter die Planungen werden, desto klarer wird, dass die B 26n für Heßlar existenzbedrohend ist. Die Bürger werden daher nicht tatenlos zusehen, wie ihre Heimat zerstört werden soll. Aus diesem Grund wollen auch die Heßlarer im April mit einem Mahnfeuer gegen die B 26n ein weiteres Zeichen setzen.
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