Mitteilungen
Vorsitzende des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V. offen für Gespräche
27.08.10 20:25
Nach dem Bürgerentscheid vom Sonntag in Karlstadt sei nun auch klar, dass die Mehrheit der zur Abstimmung gegangen Wählerinnen und Wähler – und nichts anderes zähle in unserer Demokratie – die B 26n nicht wolle. Da gebe es nichts zu deuten, heißt es in der Pressemitteilung.
Auf Ihrer Vorstandsitzung Anfang dieser Woche, hat der Vorstand des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V. erneut Gesprächsbereitschaft signalisiert. „Wir wollen nun einen runden Tisch anstreben“, so Vorsitzender Matthias Zorn (Hettstadt).
Den Sprechern der Ortsgruppe Karlstadt, Armin Beck und Erwin Scheiner, ist es bewusst, dass der Sieg beim Bürgerentscheid nur ein Etappensieg war. Es sei beeindruckend, dass über 45 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme innerhalb der großen Ferien abgegeben haben. Beim Bürgerentscheid zur Karschter Mainbrücke habe es damals außerhalb der Ferienzeit eine Wahlbeteiligung von 49 Prozent gegeben. Bei Entscheid zum Schwimmbad in Marktheidenfeld im Frühjahr 2008 seinen zum Beispiel nur knapp über 40 Prozent zur Abstimmung gegangen und dort sei es um eine rein kommunale Frage gegangen.
„Wir gehen davon aus, dass die die nicht gewählt haben, entweder grundsätzlich kein Interesse an der Sache hatten oder aber durch das Ratsbegehren stark verunsichert gewesen sind.“ An den Infoständen habe man auch oft den Satz: „Wir sind schon so alt, wir werden das sowieso nicht mehr erleben“, gehört. Dann gebe es eine nicht geringe Anzahl zwischen 25-40 Prozent an Wahlberechtigten, die sowieso – je nach Wahlebene - nie wählen gehen. Auch hätte viele die Auffassung vertreten, das sei schon entschieden. Zudem habe die Berichterstattung zur Finanzknappheit unter Unterfinanzierung des Bundesverkehrswegeplans auch einige davon abgehalten abstimmen zu gehen. Beck: Wie auch immer, 58 Prozent haben sich gegen die B 26n ausgesprochen. Das gilt es als Demokraten einfach anzuerkennen.“ Nicht Initiatoren des Bürgerbegehrens hätten gewonnen sondern die Bürgerinnen und Bürger, die abgestimmt haben.
Stellvertretender Vorsitzender Günter Krönert (Duttenbrunn) ist davon überzeugt, dass diese Entscheidung Signalwirkung nach München und Berlin habe. Bei den Lokalpolitikern sei dies allerdings aufgrund der jüngsten Äußerungen durchaus fraglich. „Wir werden solange kämpfen, bis die B 26n aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen ist. Es gilt nun gemeinsam nach sinnvollen und bedarfsgerechten Lösungen zu suchen.“
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