Wirtschaft und Arbeitsplätze
In Main-Spessart haben wir eine Arbeitslosenquote von 3,2 %. Ab 2,9 % sprechen die Volkswirtschaftler von Vollbeschäftigung. Um diese Quote beneiden uns viele Regionen in Deutschland. Durch die demografische Entwicklung wird es in Zukunft verstärkt ein Mangel von qualifizierten Personal geben. Wenn wir Karlstadt als lebenswerte Stadt erhalten, werden hier in Zukunft auch genug Menschen wohnen und arbeiten.
Logistik ist in Deutschland kein Problem. Unsere Infrastruktur ist fast perfekt ausgebaut. Diesen Wettbewerbsvorteil nutzen unsere Unternehmen auf der ganzen Welt zu ihrem Vorteil. Wenn man z.B. ein Teil bis Mittags bestellt, kann man es am nächsten Morgen geliefert bekommen.
Der Ausbau der Straßeninfrastruktur ist so weit fortgeschritten, dass ein weiteres Investieren in diesem Bereich kaum volkswirtschaftlich positive Effekte bringen würde. Das RWI spricht hier von einem Prozent der Investitionssumme. Also auf die B26n bezogen bei einem Einsatz von 500.000.000 € ist die Wirkung nur minimalst. Damit ist klar, dass wir als Staatsgemeinschaft uns genau überlegen sollten, ob wir unser Geld weiter in den Straßenbau investieren sollten, oder lieber in Forschung und Bildung.
Wir verkaufen auf dem Weltmarkt Ideen und diese brauchen keine Straßen, sondern gut ausgebaute Bildungssysteme.
Wie würde sich die Planung zur B26n nun auf Karlstadt auswirken? Ein Unternehmen würde nicht wegen der vagen Hoffnung auf eine Straße in 20 oder 30 Jahren hier in Karlstadt investieren. Unternehmer denken nicht in solch langen Zeiträumen. Wohingegen jemand, der aktuell in den Tourismus oder nur wegen dem lebenswerten Umfeld investieren will, von den Planungen zur B26n abgehalten wird dies zu tun. Damit haben wir Stillstand in Karlstadt.
Nutzen wir doch unsere Stärken zu unserem Vorteil anstatt sie zu zerstören:
Unsere einmalige Landschaft, unser liebenswertes Städtchen und das so lebenswerte Umfeld in Karlstadt.